Train – Hey, Soul Sister
„Dein Lippenstift klebt noch immer vorne links an meiner Stirn
Ich wusste, dass ich dich nicht vergessen würde.
Also ging ich hin und ließ mir von dir den Verstand wegpusten.“
Mit diesem Text aus ihrem Song „Hey, Soul Sister“ überrollt uns die Band Train. Die ersten Gehversuche von
Train reichen zurück ins US-amerikanische San Francisco im Jahr 1994. Dort und damals beginnt die Karriere der Band. Und zwar als Folk-Duo. Sieben Jahre dauert es bis zum ersten Hit. Weiter neun Jahre und fünf Alben später hat sich das Duo längst zum Quintett gemausert – und den größten Hit des Bandbestehens gelandet. Hallo, Seelenschwester, könnte man den Songtitel frei übersetzen. Oder wie es der Text viel poetischer ausdrückt:
„Ich wusste, als wir aufeinander prallten:
Du bist die Richtige. Und mir war klar:
Du bist genauso wie ich. Ich will der ganzen Welt zeigen,
dass du zu mir gehörst.“
Eine groovende Melodie, ein Refrain zum Mitsingen, ein netter Text, der das tausendmal gehörte Thema „Wenn zwei Herzen sich finden“ einmal mehr variiert. Doch der Song bleibt trotz schöner Worte nicht an der Oberfläche.
„Du bist gerade rechtzeitig gekommen,
ich bin so froh, dass du immer dasselbe denkst wie ich.
Du hast meinem Leben eine Richtung gegeben.“
Ein Satz, den schon der alte Adam hätte sagen können: Denn, so erzählt die Bibel in einer poetischen Darstellung, ihm stellte Gott Eva als Begleiterin zur Seite stellte. Vermutlich hat Adam nicht gesagt: „Hey, Soul Sister“. Aber vermutlich hat er ähnliches gedacht. Denn Eva war nun einmal eine Seelenverwandte, von der die Bibel später sagt: „Deshalb wird ein Mann seine Eltern verlassen, um sich für immer mit seiner Frau zu verbinden.“ Mit jemandem, auf den man sich verlassen kann, der für einen da ist und das Leben mit einem teilt. Train und „Hey, Soul Sister“.
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