Bee Gees – Too Much Heaven
Als die Meldung am frühen Montagmorgen über die Ticker lief, hielt die Musikwelt für einen Moment den Atem an: Mit Robin stirbt der mittlerweile dritte Künstler der Gibb Familie. Robin, sein Zwillingsbruder Maurice und Barry waren rund fünf Jahrzehnte die Bee Gees, Bruder Andy war solo erfolgreich. Mehr als 200 Millionen Platten verkauften die vier Gibb-Brüder.
Im Plattenschrank von Mama und Papa, vielleicht auch Oma und Opa, dürften sich die Erfolgshits stapeln; „Massachusetts“, „Words“, „To Love Somebody“ und viele andere. Und als schon niemand mehr mit ihnen rechnete, schrieben die Bee Gees mit dem Soundtrack zu „Saturday Night Fever“ unvergessliche Popgeschichte. Denn der wurde zum Höhepunkt der Discowelle. Und wer weiß, ob es ohne die Bee Gees die Dancefloor-Szene der Gegenwart überhaupt geben würde. 1979 erschien einer ihrer wichtigsten Songs: Too Much Heaven. In ihm heißt es: „Niemand bekommt zu viel Himmel! Es ist so schwer dorthin zu kommen. Ich stehe dafür Schlange! Niemand bekommt zu viel Liebe. Sie ist so hoch wie ein Berg, nur schwerer zu erklimmen. Alles, was wir sind, wird niemals sterben. Zu Lieben ist so etwas Herrliches!“ Ob die Bee Gees bei diesen Zeilen an ein Leben nach dem Tod gedacht haben? An unendliche Liebe, wie sie das Christentum von Gott verspricht? Schon möglich. Denn die eine oder andere Webseite behauptet, die Gibbs wären katholisch erzogen worden. Und Julian Lennon sowie Jackie Jackson hatten zuletzt im Web mitgeteilt, sie würden für den krebskranken Robin beten. Bemerkenswert in jedem Fall: Die Vereinten Nationen hatten das Jahr 1979 zum Jahr des Kindes erklärt. Und die Bee Gees spendeten sämtliche Einnahmen aus „Too Much Heaven“ dafür. Angewandte Nächstenliebe, könnte man sagen. Zum Tod von Robin Gibb, die Bee Gees und Too Much Heaven.
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