Ann Sophie – Black Smoke
In London geboren, die meiste Zeit in Hamburg gelebt – und als es dann um den „Song für Österreich“ geht, nach einer Wildcard plötzlich auf der Siegerstraße: Allein diese Biographie von Ann Sophie Dürmeyer ist schon außergewöhnlich. Dass sie aber durch den Verzicht des Siegers bei der deutschen Endausscheidung zum Eurovision Song Contest plötzlich zur deutschen Vertreterin dieses Wettbewerbs wird, wird wohl in die Geschichtsbücher eingehen. Völlig egal, wie Ann Sophie, die lediglich unter ihren beiden Vornamen auftritt, in rund vier Wochen abschneiden wird. Mehr werden wir in vier Wochen wissen, am 23. April! Auch, ob es bei den wenigen Pünktchen bleibt, die es meistens für die deutschen Beiträge gibt. Oder ob eine erneute Überraschung wie seinerzeit mit Lena Meyer-Landrut möglich ist. Der Text von „Black Smoke“
könnte das möglich machen. Denn der ist nicht schlecht.
„Wenn du mich anschaust, dann ist es so schwierig, schlau aus dir zu werden.
Denn das Gesicht, das ich sehe, ist nicht das, das ich einmal gekannt habe.
Ich weiß nicht, wer du bist. Wie lange wollen wir uns noch etwas vormachen?
Wenn es nichts mehr gibt, über das wir reden können,
weil du weißt, dass die Flamme so langsam erlischt.
Dann bleiben nur noch zwei Herzen, die verbrennen und in Rauch aufgehen!“
Dass dieser Rauch dann auch noch schwarzer Rauch ist, unterstreicht die ganze Hoffnungslosigkeit dieser Situation. Man hat sich verloren, vielleicht nie wirklich eine Basis gehabt, die tatsächlich das Leben getragen hätte. Spätestens hier stellt sich die Frage, was so eine Basis sein kann. Gleiche Interessen? Gleiche Vorstellungen vom Leben? Vielleicht auch gleiche oder ähnliche Vorstellungen von dem, was man unter Werten und Idealen versteht? Vielleicht ist das eine Erklärung, warum Beziehungen religiöser Partner oftmals besser funktionieren als andere. Und nicht ganz so schnell in schwarzen Rauch aufgehen. Hier ist Ann Sophie mit dem deutschen Beitrag zum Eurovision Song Contest: Black Smoke.
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