UB 40 – Kingston Town
Sommer, Sonne, Reggae – was eine englische Reggaeband mit Arbeitslosengeld zu tun hat, wieso eine Schlägerei für die Gruppe zum Glücksfall und was diese Band mit Religion zu tun hat: Die harmony.fm Kirchenredaktion über UB 40.
Ausgerechnet mit einer Schlägerei beginnt die Geschichte der Band UB 40 aus dem englischen Birmingham. Vom Schmerzensgeld kaufte nämlich Sänger Ali Campbell die Instrumente der Band. UB 40 waren geboren. 1978 war das. Der legendäre DJ John Peel hörte ein Demoband von UB 40 – das war der zweite Schritt. Der dritte kam, als Pretenders-Chefin Chrissie Hynde UB 40 in einem Club hörte. Auf der Stelle engagierte sie UB 40 als Vorgruppe für die Pretenders und hatte später mit ihnen zusammen einen englischen Nummer 1-Hit: I Got You Babe
Einspielung „I Got You Babe“
Auch Rocksänger Robert Palmer nahm mit den Briten zusammen auf: Ihr gemeinsames „I’ll be Your Baby Tonight“ schaffte in England immerhin Platz 5
Einspielung „I’ll be Your Baby Tonight”
Ausgerechnet von dem englischen Antragsformular für Arbeitslosengeld nahm die Band ihren Namen UB 40. Vor allem in der Anfangsphase erklärten sich UB 40 mit den sozial Schwachen solidarisch, nahmen Songs zu den Themen Arbeitslosigkeit und Rassismus auf. Und auch einige wenige religiöse: Du musst eine Menge Flüsse überqueren, bis du im gelobten Land angekommen bist – so die Botschaft im Reggae-Klassiker Many Rivers To Cross.
Einspielung „Many Rivers To Cross“
In den meisten Fällen enthalten Reggaesongs politisch-religiös Botschaften. Bob Marley und Peter Tosh etwa hielten den äthiopischen Kaiser Haile Selassie für den wiedergekehrten Messias und packten das auch in ihre Songs. Für UB 40 ist Reggae eher ein Instrument der Folklore. Und natürlich erinnern viele Songs dennoch an die Heimat des Reggae. So auch ihr vielleicht größter Hit: Kingston Town.
Info:
- Robert Palmer feat UB 40 / I´ll Be Your Baby Tonight, in: Palmer, Robert, Don´t Explain, Disky Disc (remastered) 1995.
- UB 40, alle benannten Songs, in: ders., The Very Best of UB 40 1980-2000, EMI 2000.
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