Jethro Tull – Locomotive Breath
In „Locomotive breath“ vergleicht die Gruppe Jethro Tull unser Leben mit einem Zug. Der Dampf der Lokomotive steht für den rastlosen Atem, mit dem wir unaufhaltsam dahinrasen. Weil es keine Bremse gibt. Als wären wir ferngesteuert. Und wir müssen ständig Abschied nehmen. Von Träumen und Menschen. Ja, unsere Kinder verlassen uns, manchmal auch unser Partner. Und dann erkennen wir, dass unsere Kräfte abnehmen. Bis wir irgendwann wieder zur Erde zurück kehren, aus der Gott uns erschaffen hat. So steht´s ja auf den ersten Seiten der Bibel, singt Jethro Tull. Allerdings: Ian Anderson schreibt zum Song: „Ganz so ernst haben wir das alles gar nicht gemeint, da ist auch ein bisschen Humor dabei.“ Trotzdem bleibt die Frage, ob wir als Menschen nicht doch die „all time looser“ sind, also die ewigen Verlierer. Dagegen steht, was sonst noch in der Bibel erzählt wird. Zum Beispiel die Geschichten, in denen Jesus von der Liebe Gottes spricht. Dass er uns begleitet, egal auf welcher Schiene wir uns gerade befinden, auch wenn die Reise mal von ihm weg geht. Dass er uns festhält, bis ganz zum Schluss. Und darüber hinaus.
Info:
- Jethro Tull, Locomotive Breath, in: ders., The Very Best of Jethro Tull , Chrysalis / EMI 2001 (remastered)
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