Jackson, Michael – They Don’t Care About Us
Vier Wochen hat die Welt nach Brasilien geschaut und dabei richtig schöne WM-Spiele gesehen. Vielleicht aber auch etwas den Problemen und den Protesten dort mitbekommen. Klar, wir freuen uns erst mal über die gewonnene Weltmeisterschaft. Aber über den ganzen Jubel droht alles andere in Vergessenheit zu geraten. Und manche Menschen in Brasilien denken: Jetzt ist alles vorbei und letztlich sind wir dem Rest der Welt egal. So wie Michael Jackson das schon in seinem bekannten Song aus dem Jahr 1996 ausgedrückt hat.
„They don’t care about us“. Eins der Videos dazu wurde sogar in Brasilien gedreht, in einer Favela von Rio. Was die Stadtoberen gar nicht gern gesehen haben, weil sie nicht wollten, dass die Touristen wegbleiben. Denn Lied und Bilder klagen an, worunter Menschen nicht nur in Brasilien leiden: sie werden ungerecht bezahlt und leben in Elendsquartieren. Viele werden erpresst, unschuldig angeklagt, von ihren Familien getrennt, ins Gefängnis geworfen, missbraucht und sogar getötet. Und obwohl die Nachrichten davon berichten, schauen die Regierenden meist weg. In dem Song wenden sich die Opfer deshalb an eine höhere Macht.“Um Gottes willen“, heißt es da, „ich schaue zum Himmel und hoffe, dass er sein Versprechen erfüllt und befreit. Für mich appelliert Michael Jackson aber vor allem an uns. Dass uns die Menschen, die leiden, nicht gleichgültig sind, die Opfer der Bomben und der Raketen in Palästina und Israel, die Opfer der Krieges in Syrien und dem Irak und eben auch die Armen in Brasilien.
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