Harrison, George – What Is Life?
Nach John Lennon ist mit George Harrison der zweite der legendären Beatles mittlerweile mehrere Jahre tot. Für beide gilt: Ihre Musik lebt weiter… und ihre Gedanken. Bei George Harrison waren dies vielfach … sehr religiöse Gedanken.
Something, If I Needed Someone, While My Guitar Gently Weeps, Taxman und Here Comes The Sun – nur wenige Songs von George Harrison fanden auf den Alben der Beatles Platz. Denn Harrison stand immer im Schatten von John Lennon und Paul McCartney – bis zur Trennung der Fab Four: Da überraschte der stille George Fans und ehemalige Kollegen gleich mit einem Dreier-Album: „All Things Must Pass“. Mit dabei: „My Sweet Lord“ – eine Hymne an Gott.
Einspielung „My Sweet Lord“
Schon in den 60er Jahren konfrontierte George Harrison die Beatles mit indischer Religion, Gurus und der Krishna-Bewegung. Sein Gottesbild wurde zu einem Mix aus asiatischen und christlichen Vorstellungen. Vollständig die christliche Nächstenliebe packte Harrison 1971: Damals hungerten die Menschen im heutigen Bangla-Desh nach Bürgerkrieg und Missernten. Das von George Harrison organisierte „Concert for Bangla Desh“ gilt heute als das erste große Charity Konzert der Welt. Viele überlebten dank der Verkaufserlöse von LP und Film und von Harrisons Single „Bangla Desh“.
Einspielung „Bangla Desh“
Auf Harrisons letztem Album, exakt dreißig Jahre später, kreisten die Gedanken mehr denn je um Gott und das Leben nach dem Tod: Mit einem inoperablen Hirntumor hatte der ehemalige Beatles Gitarrist den nahenden Tod vor Augen.
Was bleibt, ist vor allem die Frage nach dem Sinn des Lebens, mit der sich George Harrison in vielen Songs beschäftigte. Am ausdrücklichsten tat er dies schon in einem seiner frühen Solo-Hits, in dem die Frage stellte: Was ist das Leben eigentlich? Hier ist George Harrison und „What is Life?“
Einspielung „What is life?“
Info:
Harrison, George, My Sweet Lord, Bangla-Desh und What Is Life? in: ders., The Best of George Harrison, Parlophone / EMI 1991.
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