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Dylan, Bob – Blowin´ In The Wind

66 Jahre und kein bisschen leise: Bob Dylan, der Mann, der vor rund 40 Jahren von Politik und Kirche gefürchtet und gehasst wurde, ist ins Rentenalter gekommen. Ans Aufhören denkt er trotzdem noch lange nicht. Eine Spurensuche nach der f r o m m e n Seite von Bob Dylan.

Eigentlich heißt er Robert Zimmermann, ist Ende Mai 66 Jahre alt geworden und gilt als d e r Pop-Poet überhaupt: Mr. Bob Dylan, Sprecher einer ganzen Generation. Schon in den 60ern wurde er als Rebell verschrien. In Songs wie „The Times They Are A-Changing“ attackierte er die Politik und eine Elterngeneration, die aus Kindern nur ihre eigenen Abziehbilder machen wollten.

Einspielung “The Times They Are A-Changing”

Eigentlich stammt Dylan aus einer jüdischen Familie, machte aber eine Reihe so richtig christlicher LPs. Völlig überraschend spielte er im Western „Pat Garrett und Billy The Kid“ eine Rolle und schrieb die Filmmusik. Mit dabei einer seiner bekanntesten Songs: „Knocking On Heavens Door“. Obwohl dies ursprünglich ein eher simpler Song über einen gescheiterten Westernhelden ist, interpretierten ihn Fans und irgendwann wohl auch Dylan selbst als religiösen Song.

Einspielung „Knocking On Heavens Door“

Vor zehn Jahren schloss sogar der Vatikan seinen Frieden mit Dylan, dem vermeintlichen „Verführer einer ganzen Generation“. Man lud ihn zu einer Art italienischer Katholikentag, dem eucharistischen Kongress, nach Bologna ein. Der damalige Papst, Johannes Paul II, meditierte zu Dylans Antikriegssong „Blowing In The Wind“: „Wie viele Straßen muss ein Mann gehen, bevor er ein Mensch wird?‘ Ich sage euch: Eine! Es gibt nur einen Weg für die Menschheit, und das ist Christus, der sagte, ‚Ich bin die Auferstehung und das Leben!‘“ Und Dylan nickte bereitwillig.
Bob Dylan und seine Vorlage für die Papstmeditation: „Blowin In The Wind“.

Einspielung „Blowing In The Wind“

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