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Cash, Johnny – A Boy Named Sue

Mit biblischen Texten kam Johnny Cash 1955 in die legendären Sun-Studios. Doch Studio-Chef Sam Phillips winkt ab und drückt dem Sänger kommerziellere Titel auf. So beginnt die Karriere von Johnny Cash – ein Countrystar, der Zeit seines Lebens immer wieder christliche Inhalte vertonte. In dieser Woche (Samstag, 12.09.) vor sechs Jahren starb Johnny Cash im Alter von 71 Jahren.

Ein wenig Blut von Cherokee-Indianern floss in den Adern von Johnny Cash. Aber nicht nur deshalb prangerte er Unrecht gegen Indianer an. Denn sein Mitgefühl gehörte allen, die ihren Platz im „amerikanischen Traum vom Leben“ nicht gefunden hatten, denen, die am Rande der Gesellschaft standen. Grund genug für Cash, auch vor Schwerstverbrechern aufzutreten. Die Textzeile „San Quentin, ich hasse jede Ecke an dir“, war für die Strafgefangenen konkrete Anteilnahme an ihrem Leben.

Einspielung „San Quentin“

Dabei war Cash selbst ein Gestrauchelter: Lange kämpfte er um seinen eigenen Platz im Leben, war abhängig von Alkohol und Drogen, wütete gegen sich selbst und seine Ehefrau. Ein Grund, warum die erste Ehe scheiterte. Durch seine zweite Frau June Carter entdeckte er seinen Glauben wieder, änderte sein Leben. Immer noch sang er über Mörder, zunehmend aber auch wieder über Liebe, Vergebung und über Gott.

Einspielung „Swing Low, Sweet Chariot“

Gelegentlich kam Cash auch auf skurile Ideen. So erfand er einen Vater, der seinen Jungen den Namen „Susanne“ gibt. Der hasst dafür seinen Vater, erfährt erst in einer Art Lebensbeichte die Gründe: Nichts hatte der Vater ihm für das Leben mitgeben können – nur einen Namen, der ihn vom ersten Tag an hart werden ließ im Kampf um das tägliche Leben.
Als Zeichen für seinen Kampf gegen das Unrecht trug Cash immer schwarze Bühnenkleidung. Ablegen konnte der „Man in Black“ die schwarze Kluft zeitlebens nicht. Aber er hat Songs hinterlassen, die zu mehr Nächstenliebe in der Welt aufrufen. Einer davon: A Boy Named Sue.

Einspielung „A Boy Named Sue“

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