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Beatles, The – All You Need Is Love

Der Papst vergibt John Lennon – so textete Anfang der Woche die Bild-Zeitung. Und selbst das renommierte Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte eine entsprechende Schlagzeile. – Alles Quatsch, sagt die harmony.fm Kirchenredaktion und betreibt Medienschelte. Denn das, was „führende Blätter“ ihren Lesern auftischen, entbehrt jeder Grundlage.

Die Beatles sind populärer als Jesus – mit dieser Schlagzeile kam John Lennon 1966, zu besten Beatleszeiten, in die Medien. Die Folge: fundamentale Christen in den USA verbrannten erbarmungslos Beatlesplatten und eine Reihe von Radiostati-onen kickten Songs der Fab Four aus dem Programm. Lennon selbst war da Jahre später viel friedlicher…

Einspielung „Lennon, Give Peace A Chance“

Dabei war alles harmlos, fast zumindest: Das Interview damals war Wochen alt, die Passage über Jesus war aus dem Zusammenhang gerissen… und zahlenmäßig hat-te Lennon vielleicht sogar Recht: Gerade in Asien kannten mehr Menschen die vier Jungs aus Liverpool als Jesus, der ja lediglich im Christentum als Sohn Gottes gilt. Vielleicht überschwänglich und überheblich formuliert – eben so, wie das dem da-mals 26 jährigen Popstar aus der Arbeiterklasse auf der Zunge lag.

Einspielung „Lennon, Working Class Hero“

Okay, der damalige Papst wird vermutlich „not amused“ gewesen sein. Das war´s aber auch schon. Und sein deutscher Nachfolger muss ihm nichts vergeben. Hat er auch gar nicht. Sondern lediglich ein Redakteur der Zeitung „L´Osservatore Romano“ hat jetzt das White Album der Beatles gelobt, 40 Jahre nach seinem Erscheinen. Der „L´Osservatore“ ist zwar die offizielle Zeitung des Vatikan – aber Papst Benedikt hat Wichtigeres zu tun, als jeden Artikel zu lesen, geschweige denn ihn zu redigieren. – Ach ja, derselbe Redakteur hat vor geraumer Zeit auch schon die Musik von Elvis Presley gelobt. Aber das ist eine andere Geschichte…

Einspielung „Beatles, All You Need Is Love“

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