U2 – New Years Day
Jetzt also ist es soweit: Die erste Arbeitswoche im neuen Jahr hat uns wieder. Anstoßen, Zuprosten, sich in die Arme fallen – das alles gehört schon ein bisschen der Vergangenheit an. Der Kater am Tag danach Gott-sei-Dank auch. Was bleibt und was den einzelnen in den nächsten Wochen mehr oder weniger wird: die Hoffnungen auf ein gutes, auf ein besseres neues Jahr.
Ähnlich erging es den Iren von U2. Die veröffentlichten Anfang der 80er Jahre einen höchst politischen Song. Einen, der ihre Hoffnungen, aber auch ihre Ängste beinhaltete. Einen, der sich mit dem Bürgerkrieg in Nordirland beschäftigte. In „New Years Day“ heißt es:
„Alles ist ruhig am Neujahrstag, eine Welt in Weiß liegt unter unseren Füßen
Ich will bei dir sein, Tag und Nacht bei dir sein,
nichts verändert sich durch den Neujahrstag.
Unter einem blutig roten Himmel,
hat sich eine Menschenmenge versammelt in schwarz und weiß
Waffen haben sich entflochten. Die wenigen Auserwählten wissen es,
die Zeitungen sagen: Es stimmt, es stimmt! Wir können den Durchbruch erzielen.
Obwohl wir in zwei Teile zerrissen sind, können wir den Durchbruch erzielen.
Ich möchte noch einmal von vorne beginnen.“
Den Durchbruch erzielen, den Frieden leben, quasi noch einmal von vorne beginnen. Ohne Belastungen, ohne Vorurteile, ohne eine verhängnisvolle Geschichte. Wie schwer das ist, sieht man an der Tatsache, dass selbst heute, bald 30 Jahre danach, der Frieden in Nordirland immer noch auch wackeligen Füßen steht. Um den Frieden zu beten, um ihn zu ringen – das ist in gerade rund um den Jahreswechsel eine sinnvolle Angelegenheit. Und nicht nur um den Frieden an offensichtlichen Kriegs-schauplätzen – auch um den Frieden zwischen zwei Menschen, um den Frieden mit sich selbst. So wird U2s „New Years Day“ zur Hoffnung und zum Wunsch um Frieden überall in der Welt – auch in uns selbst.
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