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Henley, Don – Boys Of Summer

Endlich Sommer, endlich Sonne satt! Auch der Sommer 1969 muss ein ganz besonderer gewesen sein. Nicht nur Bryan Adams schwärmt in seinem „Summer of 69“ davon. Auch Don Henley, Schlagzeuger und Gründungsmitglied der legendären Eagles, hat diesen Sommer in einem seiner Songs verarbeitet. Der stammt aus seinem zweiten Solo-Album „Building the Perfect Beast“, ist ein echter Charttopper und heißt … „Boys of Summer“. Im Text heißt es:

Ich fahre zu dir nach Hause, obwohl ich weiß, dass du nicht da bist.
Aber ich sehe dich vor mir, deine braungebrannte Haut strahlt im Sonnenlicht.
Du hast das Haar nach hinten gekämmt und deine Sonnenbrille auf.
Ich versichere dir, meine Liebe für dich wird immer noch genau so stark sein,
wenn alle diese Sommerbürschchen bald endgültig wieder verschwunden sind.

Die meistgestellte Frage: Wer sind bloß diese „Sommerbürschchen“? Immerhin taucht diese Formulierung in zwei Büchern auf, darunter auch einem von Dylan Thomas, der ja bekanntlich Bob Dylan zu seinem Namen verhalt. Weil aber „Boys of Summer“ auch ein Spitzname für Basketballer ist, schossen die Spekulationen ins Kraut – bis Don Henley erklärte, mit Basketball habe der Song nun wirklich nicht zu tun. Eine andere Interpretation: Der Sommer einer glücklichen Jugend ist vorbei, Beziehungen aus dieser Zeit sind erloschen, Freundschaften abgestorben. Geblieben ist das Lebensgefühl eines atemberaubenden Sommers, vielleicht auch so etwas wie eine Sehnsucht nach Freiheit und Abenteuer… und alles nur in der Erinnerung.
Damit war für viele klar: „Boys of Summer“ handelt von sentimentalen Träumen einer verflossenen Jugend, vielleicht sogar von einer Midlife-Krise. Aber er handelt von mehr: nämlich auch von einer Liebe, die stärker ist als alle Erlebnisse eines Sommers. Von einer Liebe, die über die normalen Beziehungen von Menschen hinausweist und deutlich macht, dass es mehr gibt, als nur Spaß, Sommerlaune und schöne Freizeit. Und im Namen dieser Liebe sehnt Don Henley sogar das Ende des Sommers herbei.
Soweit sind wir Gott-sei-Dank noch nicht. Aber darüber nachzudenken, woher diese Liebe kommt, lohnt sich allemal. Und sei es nur wegen Don Henley und seinem „Boys Of Summer“.

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