Asterix und der Greif – der neue Asterix ist da. KEIN SPOILER (21. Oktober)
Ein Landkartenausschnitt, die allseits bekannte Lupe und der immer gleiche Satz: „Ganz Gallien ist von den Römern besetzt! Ganz Gallien? Nein! …“ Seit heute steht fest: Auch weiterhin hört ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf nicht auf, dem römischen Eindringling Widerstand zu leisten. Wobei es dieses Mal ein ganz besonderes Abenteuer ist, was Asterix, Obelix und natürlich Idefix erleben. Wie immer hat der Verlag ein großes Geheimnis um den Inhalt des neuen Asterixbandes gemacht. Und wenn wir das richtig beobachtet haben: Es wurde tatsächlich nichts geleakt! Daran können sich unsere aktuelle Politik und Wirtschaft ein Beispiel nehmen!
Nicht geleakt
Und versprochen: In diesem Text wird nicht gespoilert! Auf keinen Fall wollen wir Ihnen den Lesespaß nehmen. Nur so viel: „Asterix und der Greif“ heißt Band 39 der Asterix-Saga. Dass Miraculix einen guten Freund in Not wähnt, hatte der Verlag verlautbaren lassen. Dass Miraculix Asterix und Obelix bittet, seinem Freund zu helfen, weiß jeder, der schon einmal einen Asteric-Comic gelesen hat. Auch, dass Asterix und Obelix der Bitte ihres Druiden selbstverständlich nachkommen. Mit, wie könnte es anders sein, Idefix im Gepäck. Kommen wir zum Greif: Dass ein Greif eine tragende Rolle spielt, sagt schon der Titel.
Was ist ein Greif?
Und Wikipedia hilft bei einer ersten Einordnung für dieses uralte Wort: „…ein aus Tierkörpern gebildetes, mythisches Mischwesen. Es wird meist dargestellt mit löwenartigem Leib, dem Kopf eines Raubvogels, mit mächtigem Schnabel, spitzen Ohren, meist mit Flügeln, aber auch in abweichenden Varianten (mit Schlangenkopf, Vogelfüßen, Skorpionschwanz, mit knopf- oder kopfartigem Fortsatz auf dem Scheitel oder Rücken). Die ganze Geschichte hindurch sind Stärke und Wachsamkeit Eigenschaften des Greifs.“
Soweit. Und kein bisschen mehr. Denn was wirklich geschieht, müssen Sie schon selbst lesen und anschauen. Und um uns einen Spaß zu machen, verwirren wir Sie jetzt sogar noch ein bisschen: Vielleicht beginnt ja dieser Asterix ganz anders. Ohne Kartenausschnitt und Lupe. Und vielleicht hängt Troubadix dieses Mal am Ende des Abenteuers doch nicht gefesselt im Baum. Sehen Sie selbst.
Startschuss in 1959
Begonnen hat alles am 29. Oktober 1959. An diesem Tag gingen Asterix und Obelix zum ersten Mal auf Abenteuerfahrt – damals noch als Fortsetzungsgeschichte in einem Jugendmagazin. Schritt für Schritt erschufen Autor René Goscinny und Zeichner Albert Uderzo eine wunderbare kleine Welt. Eine Welt, die sogar den Tod ihrer beiden Väter überdauert hat.
Band eins: Obelix nur Sidekick
Garant für die unvergleichliche Erfolgsstory ist natürlich Titelheld Asterix mit seinen übergroßen Kräften – zumindest dann, wenn er den Zaubertrank des
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Zusammenstehen
Im fünften Band läuft den beiden ein zwar winziges, aber mutiges Hündchen zu: Seitdem gehört Idefix zu den unverzichtbaren Protagonisten eines jeden neuen Abenteuers. Unverzichtbar auch Fischhändler Verleihnix, Häuptling Majestix, nicht zu vergessen der stets nervende Barde Troubadix und viele andere. Wenn sie sich untereinander streiten, geschieht das meistens aus Langeweile. Aber sobald es notwendig ist, stehen die Bewohner des Dorfes eng zusammen. Nur deshalb können sie sich unbeugsam gegen die übermächtigen Römer zur Wehr setzen. Aus dem unerschütterlichen Wissen heraus, sich aufeinander verlassen zu können, können Asterix und Obelix um die halbe Welt segeln. Deshalb können sie dafür sorgen, dass die immer selben Piraten nach einer kurzen, aber handfesten Prügelei im wahrsten Sinne des Wortes, sagen wir mal: abtauchen.
Keine Toten
Für den großen Erfolg von Asterix und Obelix gibt es viele Gründe: Der Kleine hält dem übermächtigen Großen stand; die Römer ziehen immer wieder den Kürzeren, aber nie stirbt jemand: Obelix verkloppt sie nur. Selbst Religion spielt im Comic eine kleine, nicht zu unterschätzende Rolle: Die Römer huldigen ihren Göttern allenfalls in lästiger Pflichterfüllung. Die Gallier jedoch haben vor ihren Göttern Respekt: Denn die könnten ja dafür sorgen, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt, beim Teutates! Auch ein Grund, warum die Römer diese Gallier nicht bezwingen können?
Historisch exakt, außer…
Bei allem Bemühen um möglichst viel Historizität – in Sachen Religion weichen die Macher der Asterixgeschichten schon immer von der historischen Vorlage ab: Als der Seher Lugfix aus den Eingeweiden des niedlichen Idefix die Zukunft lesen will, wird klar: Tieropfer kommen nicht in Frage! Götteropfer sind eh nutzlos, wie die Römer erfahren müssen. Und selbst die Druiden begehen keine heiligen Handlungen, sondern schneiden allenfalls Misteln für ihre geheimen Rezepturen. Explizite Religion also nahezu Fehlanzeige. Fast unmerklich, aber bestimmt wird ihr sogar eine Absage erteilt.
Erfüllung von Sehnsüchten
Mit jedem neuen Band weiß der Leser bereits vorher: Egal, was auch immer passiert: Die verschworene Gemeinschaft innerhalb des gallischen Dorfes sorgt dafür, dass am Ende ganz sicher das Gute siegt. Und weil wir alle uns nach einer intakten Gemeinschaft sehnen und – heute vielleicht mehr denn je – inständig darauf hoffen, dass auch in unserem Leben „am Ende alles gut wird“ – genau deshalb gehören Asterix und Obelix zu den beliebtesten Comics aller Zeiten. Und zu den langlebigsten. Denn in wenigen Tagen wird der Comic 62 Jahre alt, nähert sich mit Riesenschritten dem Rentenalter.
Na und? Solange Miraculix noch genügend Misteln findet, um daraus seinen Zaubertrank zu brauen, solange werden Asterix und Obelix weitere Abenteuer bestehen. Es sei denn, dass ihnen eines Tages doch der Himmel auf den Kopf fällt. Aber damit ist vorerst nicht zu rechnen, beim Teutates!
Momentaufnahmen, kurze Episoden in den Medien, flüchtige Eindrücke – und alles rauscht einfach vorbei? „Auch das noch“ zeigt die Skripte (leicht überarbeiteter) Rundfunkbeiträge aus dem öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunk. Manche wurden sogar speziell für Heaven On Air geschrieben. Frei nach dem Motto: einfach mal einen Moment innehalten.
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