Crosby, Stills & Nash – Cathedral
Crosby, Stills and Nash besuchen einen heiligen Ort: die Kathedrale von Winchester. Aber vieles, was sie dort sehen und beschreiben, finden sie eher abstoßend: Drachen kämpfen gegeneinander, Figuren kreuzen ihre Schwerter. Dann legt eine Frau Blumen auf den Altar, jemand wischt Spinnenweben von einem Gesicht, und auf all das blickt Jesus, der gekreuzigte Erlöser.
„Hier kann ich nicht bleiben“, heißt es nach der Beschreibung des Inneren im Song „Cathedral“ aus dem Jahr 1977. „Öffnet die Türen der Kirche und lasst mich hier raus“, singt die Band. „Denn zu viele Leute haben im Namen Jesu gelogen, als dass irgend jemand ihrem Ruf noch folgen könnte. So viele Leute sind im Namen Christi gestorben, dass ich das alles nicht mehr glauben kann.“
Vielleicht sprechen Crosby, Stills and Nash mit ihren Zweifeln vielen Menschen aus der Seele. Glaubwürdigkeit ist angesagt. Nicht nur bei Politikern, auch bei der Kirche: dass Nächstenliebe und Barmherzigkeit nicht nur gepredigt, sondern wirklich praktiziert werden, genauso wie die zehn Gebote. Andererseits: Das alles sind Ideale, und niemand kann sie 100prozentig erfüllen. Das macht uns Menschen ja aus: Wir sind nicht vollkommen, auch nicht als Christen. Wir brauchen Vergebung. Und diese Vergebung gibt es. Das ist die Botschaft von Jesus Christus. Auch daran kann man sich erinnern, wenn man in eine Kirche geht, auch musikalisch in eine „Cathedral“.
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