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Fleetwood Mac – Peacekeeper

Lindsay Buckingham, Mick Fleetwood und Christine McVie – nach 15 Jahren melden sich Fleetwood Mac in der Besetzung zurück, in der sie in den 1970er Jahren die ganz großen Erfolge landeten. Noch in diesem Jahr soll es ein neues Album – und dazu eine Tour, die 34 Konzerttermine umfasst. Leider nur in Amiland. Und wenn man Lindsay Buckingham glauben darf, dann sollen Tour und Album den endgültigen Schlussakt zu einer großartigen Karriere bilden! Freuen dürfen sich zumindest die US-Fans auch darauf, dass nach vielen Jahren Keyboadering Christine McVie wieder die von ihr geschriebenen Hits singen wird, darunter wohl sicher „Everywhere“ und „Little Lies“. Ob das US-Publikum den Song „Peacekeeper“ zu hören bekommt, ist dagegen eher zweifelhaft. Denn der ist einer der wenigen kritischen Polit-Songs der Band.

„Wir machen mit all unseren Sonnen dasselbe:
Jeder wird unter dem Feuer leiden, das wir entfacht haben.
Sie explodieren alle auf dieselbe Weise.
Und es gibt keinen Weg zurück bei den Plänen, die wir gemacht haben.
Friedensstifter, lass dir die notwendige Zeit. Warte auf das Dunkel der Nacht.
Bald werden alle Sonnen aufgehen. Frage nicht warum.
Hab keine Angst vor dem Kampf. Liebe ist die süße Überraschung!“

Wie viele Songs, die im Jahr 2003 erschienen, hatte Lindsay Buckingham auch „Peacekeeper“ ursprünglich für sein
Soloalbum vorgesehen, dann aber doch als Fleetwood Mac-Song Band veröffentlicht. Die Single erschien nahezu zeitgleich mit dem Krieg der USA und ihrer Verbündeter gegen den Irak. „Jeder hat den Krieg kommen sehen – da war es Zeit, diesen Song zu veröffentlichen“, hieß es später sinngemäß aus dem Band-Umfeld. Um gegen das immer gleiche Vorgehen der Kriegtreiber zu protestieren; um die Sinnlosigkeit von Kriegen anzuprangern, und um gegen das Töten von Menschen zu protestieren. Ein Aufschrei, den die Band selbst nicht in letzter Konsequenz durchhalten konnte. Denn während es in der Albumfassung noch hieß

„Das ist kein Test, das ist kein Training, nehmt keine Gefangenen, bringt sie um…“

…war in der Singlefassung und bei Liveauftritten lediglich zu hören:

„Nehmt keine Gefangenen, brecht ihren Willen!“

Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Der wohl darin liegt, dass die Band das grausame Töten weder in den Hitlisten noch während ihrer Konzerte zu Gehör bringen wollte. Frei nach dem Motto: Der Appell „Du sollst nicht töten“ steht auch so deutlich genug im Raum. – Fleetwood Mac und ihre Anti-Kriegshymne „Peacekeeper“!

 

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